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COVID-19: Häufig gestellte Fragen zur Unterstützung und administrativen Entlastung

Die Ausbreitung von COVID-19 beeinträchtigt weltweit das Berufs- und Privatleben. Das Pflegepersonal in den Schweizer Langzeitinstitutionen ist in dieser akuten Situation besonders betroffen und sehr stark gefordert. BESA Care unterstützt Alters- und Pflegeinstitutionen, welche von COVID-19 betroffen sind.

Für die Dauer der vom Bundesrat festgelegten ausserordentlichen Lage können die betroffenen Alters- und Pflegeinstitutionen gemäss CURAVIVA Schweiz auf die ordentliche, regelmässige Bedarfsermittlung verzichten.

Um den Zeitaufwand bei ausserordentlichen Bedarfsermittlungen zu reduzieren, empfehlen wir, die Funktion «Vorgängerwerte kopieren» in der Informationssammlung zu nutzen.

Es ist auch möglich, die Assessmentinstrumente von BESA Ressourcen (Beobachtung, Bewohnerbefragung, Angehörigenbefragung) vorübergehend für die ganze Institution zu deaktivieren. Hier finden Sie eine Anleitung dazu.

Unsere Hotline steht Ihnen wie gewohnt zur Verfügung. Per Fernzugriff sind zudem individuelle Angebote wie Beratungen, Fallbesprechungen oder administrative Entlastung durch unsere BESA Dozentinnen möglich.

 

Nachfolgend haben wir die Antworten auf die häufigsten Hotline-Anfragen für Sie zusammengestellt:

Sind die Krankenversicherer und die Behörden mit den Massnahmen zur administrativen Entlastung der Alters- und Pflegeinstitutionen einverstanden?
CURAVIVA Schweiz und senesuisse haben in den letzten zwei Wochen die Krankenversicherer, die GDK sowie das BAG und das BFS kontaktiert und sich über die Möglichkeiten der administrativen Entlastung der von COVID-19 betroffenen Institutionen geeinigt. Mehr dazu .

Wenn wir in der Informationssammlung die Vorgängerwerte übernehmen, ohne diese der aktuellen Situation anzupassen, verfälscht dies möglicherweise die Berechnung der medizinischen Qualitätsindikatoren. Können wir dies verhindern?
Sie können uns per E-Mail an info@besacare.ch angeben, in welchem Zeitraum die medizinischen Qualitätsindikatoren nicht korrekt erhoben wurden. Wir werden Anfang 2021 vor dem Datenversand an das BFS die entsprechenden Datensätze Ihrer Institution entfernen. Die vorübergehende Deaktivierung der Erfassung bei einigen wenigen Bewohnern in der ersten Jahreshälfte hat nur einen geringen Einfluss auf die medizinischen Qualitätsindikatoren, da bis Ende Jahr noch 1-2 reguläre Erhebungen folgen werden.
 

Wir nutzen BESA Leistungen und BESA Qualität. Können wir die Erhebung der medizinischen Qualitätsindikatoren umgehen?
Sie können die Vorgängerwerte kopieren und ohne Anpassung speichern, um so zum LK2010 zu gelangen. Nach der COVID-19-Phase wenden Sie sich an info@besacare.ch, um uns mitzuteilen, für welche Zeitperiode wir die Erfassung der medizinischen Qualitätsindikatoren nicht berücksichtigen sollen.
 

Dürfen wir zur administrativen Entlastung während der COVID-19-Phase auf die Dokumentation der Pflege verzichten?
Wie auch zu normalen Zeiten, empfehlen wir, die Pflegedokumentation möglichst effizient zu führen. Existiert beispielsweise eine aktuelle und nachvollziehbare Pflegeplanung, müssen im Pflegebericht nur noch Abweichungen und Besonderheiten notiert werden. Gerade aufgrund der ausserordentlichen Situation kann es ratsam sein, die Pflegedokumentation sorgfältig und gemäss fachlichen Prinzipien zu führen. Einerseits erleichtert dies die Zusammenarbeit bezüglich spezifischer Massnahmen, andererseits kann es im Nachhinein von rechtlicher Relevanz sein, nachweisen zu können, welche Massnahmen ab wann getroffen wurden und auch wie sich der Pflegeaufwand verändert hat. Für ruhigere Zeiten weisen wir Sie gerne auf unsere «Leitlinie zur Pflegedokumentation» hin.
 

Wie werden die Krankenversicherer die BESA Einstufungen in der COVID-19-Phase beurteilen?
Dies liegt im Ermessen jeder einzelnen Krankenversicherung. Tarifsuisse empfiehlt aber den angeschlossenen Krankenversicherern, für die Dauer der ausserordentlichen Lage auf ein Controlling in den Pflegeinstitutionen grundsätzlich zu verzichten.
 

Wir sind trotz COVID-19-Krise an der Durchführung von BESA Schulungen interessiert und hätten eigentlich Zeit für Schulungen. Was kann BESA Care uns anbieten?
Gerne bieten wir Ihnen Fallbesprechungen und Beratungen via Fernzugriff an. Zurzeit arbeiten wir daran, unser Angebot im Bereich Online-Schulungen zu erweitern. Bitte melden Sie sich bei Interesse direkt bei unserer Schulungsleitung, Frau Stefka Goldschmid (s.goldschmid@besacare.ch).
 

Wir haben einen Personalengpass bei den BESA Einstufungen und verlieren Geld, weil wir den erhöhten Pflegeaufwand nicht abrechnen können. Kann BESA Care uns aushelfen?

Dazu haben wir das Angebot BESA Einstufungen per Fernwartung durch BESA zertifizierte Dozentinnen und Dozenten für Sie entwickelt. Bitte melden Sie sich diesbezüglich direkt bei Frau Stefka Goldschmid (s.goldschmid@besacare.ch).
 

Wie können wir den erhöhten Pflegeaufwand bei einer/einem an COVID-19 erkrankten Bewohnerin/Bewohner geltend machen?
Wir empfehlen, neben den zusätzlich anfallenden Pflegeleistungen, welche mit den entsprechenden Items erfasst werden, auch der erschwerten Durchführung mittels Erhöhung des Mitwirkungsfaktors Rechnung zu tragen.
 

Wir konnten den LK2010 nicht zeitnah ausfüllen und können nun das korrekte Verrechnungsdatum nicht eingeben. Was können wir tun?
Hierfür gibt es die Möglichkeit, in den administrativen Angaben des Bewohnerdossiers, im Register «Aufenthalt», das «Reservefeld 3» zu aktivieren. Dieses erlaubt, ein Verrechnungsdatum im LK2010 einzugeben, das weiter zurückliegt, als es die Regeln normalerweise erlauben. Eine Anleitung dazu finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass dieses Reservefeld Ausnahmefällen vorbehalten ist.
 

Wie kann der LK2010 möglichst zeitsparend ausgefüllt werden?
Wir empfehlen, die Vorgängerwerte zu kopieren und anschliessend nur die Items anzupassen, die sich verändert haben. Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit, den LK2010 anhand der Pflegeplanung aus diversen elektronischen Pflegedokumentationen automatisch vorauszufüllen. So müssen Sie ihn nur noch kurz prüfen und kommen rasch ans Ziel. Für Informationen zu dieser Schnittstelle wenden Sie sich an info@besacare.ch.